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Baumfarne |
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Baumfarne - Farne, die in den Himmel wachsenIn der botanischen Nomenklatur werden Baumfarne in die Abteilung Filicinophyta eingeordnet. Das heißt, es handelt sich um echte Farne.
Denn sie vermehren sich durch Sporen und besitzen die für Farne typischen Wedel, die sich beim Wachstum entrollen. Beim Kampf um das für
Pflanzen lebensnotwendige Licht haben einige Farne bereits vor Jahrmillionen einen baumstammähnlichen "Rhizom" entwickelt mit dem sich die Blatt-Krone
viele Meter über den Erdboden erheben kann. Baumfarne - lebende FossilienBaumfarne gehören zu den bemerkenswertesten Lebewesen unseres Planeten. Sie besiedeln die Erde seit einer unvorstellbar langen Zeit.
Schon in den Sümpfen des Karbon (360 bis 286 Mio Jahre) gab es die ersten baumähnlichen Farne. Die Vorfahren der meisten heute existierenden Baumfarne
werden mit Hilfe fossiler Funde auf ein Alter von mehr als 144 Millionen Jahren datiert. Sie entstanden in den Erdzeitaltern Trias und Jura. Damit sind sie lange
vor den Blütenpflanzen entstanden. Existierten zusammen mit Dinosauriern und überstanden globale Katastrophen und Klimaveränderungen bis auf den heutigen Tag. Die Architektur der BaumfarneBaumfarne besitzen einen aufrechten, bis mehrere Meter hohen Stamm. Einen solchen Stamm haben Farne aus ganz unterschiedlichen Farn-Familien entwickelt. Es gibt Baumfarne,
deren Stamm nur einen Meter hoch wird. Manche Arten erreichen jedoch die bemerkenswerte Höhe von 15 Metern. Dieser Stamm, Rhizom genannt, ist ein aufrecht stehendes
Wurzelbündel. Anders als bei Samenpflanzen, wie Nadel- und Laubbäumen, weist dieses Rhizom kein Dickenwachstum auf. Am oberen Ende werden die Farnwedel ausgebildet.
Sie sitzen in dem für Farne typischen "Nest" und entrollen sich zu stattlichen Farn-Blättern mit zum Teil mehreren Metern Länge. Das Verbreitungsgebiet der BaumfarneHeute decken die Familien Cyatheaceae mit ca. 650 und die Dicksoniaceae mit ca. 45 verschiedenen Arten den Großteil der Baumfarne ab. Baumfarne kommen in allen
tropischen Regionen der Erde vor. Einige Arten besiedeln jedoch auch subtropische und kühle Klimazonen. Mit der Art Cyathea smithii, die auf den Auckland Inseln
(südlich von Neuseeland) wächst, finden Baumfarne ihr südlichstes Verbreitungsgebiet. In Südaustralien und auf Neuseeland gibt es Waldgebiete die
nur aus Baumfarnen bestehen. Der Farnzyklus - vom Staubkorn zum baumhohen FarnDas Leben eines Baumfarnes beginnt mit einer Spore. Sporen sind nur wenige zehntel Millimeter groß. Sie bilden sich in Stecknadelkopf großen Ansammlungen
(Sori) an der Blattunterseite der Farnwedel. Sind die Sporen reif, fallen sie zu Boden. Nach einigen Wochen beginnen die Sporen zu keimen und wachsen zu einem ca. 5 mm
großem Blatt (Prothallium) heran, das flach auf dem Boden liegt. Auf dem Prothallium bilden sich weibliche und männliche Geschlechtsorgane. Bei ausreichender
Feuchtigkeit (Tau oder Regentropfen) sind die Spermien in der Lage zum weiblichen Geschlechtsorgan zu "schwimmen" und es zu befruchten. Aus der verschmolzenen Samen-
und Eizelle entwickelt sich das erste kleine Farnblatt. Man könnte damit das Prothallium als eine Art "Blüte" sehen. Im Unterschied zu den Blütenpflanzen
entsteht diese "Blüte" jedoch aus einem Samenkorn (der Spore) und entwickelt sich zu einer neuen Pflanze. Während sich der Farn weiter entwickelt, stirbt das
Prothallium langsam ab. Der erste Lebensabschnitt im Farnzyklus ist beendet. GestaltungstippWie sich ein Baumfarn im Kübel am Sommerstandort gut in ein Pflanzenbeet integrieren läßt. |
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